Gemeinsam durch die Krise: Chancen für Unternehmer und Hoffnung für Innovationen

  • 'EIT Crisis Response Initiative': Das European Institute of Innovation & Technology (EIT) gewährt weiteres Budget zur Krisenintervention in Höhe von 60 Millionen Euro 
  • EIT unterstützt damit weiterhin Unternehmen in Not und fördert Projekte im Kampf gegen COVID-19

Mannheim, Heidelberg, 19.5.2020. Die Europäische Union reagiert auf die anhaltende Gesundheitskrise im Zuge der COVID-19 Pandemie und setzt Fördergelder in Gesamthöhe von 60 Millionen Euro frei, um einerseits die aktuellen Finanzierungslücken von Startups, Scaleups und KMU zu überbrücken und gleichzeitig Raum zu schaffen für innovative Neuprojekte, die sich direkt mit den verschiedenen Herausforderungen in der Krise befassen.  

Als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie konzentriert sich das EIT auf zwei Initiativen: Zum einen das „Venture Support Instrument“, das nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Beratungsleistungen und europaweite Vernetzung mit Experten ermöglicht. Der zweite strategische Schwerpunkt liegt in der Förderung von innovativen Produkten, Dienstleistungen und Technologien, die in verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems zum Einsatz kommen können.  

 

„COVID-19 hat in Europa einen Stillstand herbeigeführt, dem wir nur gemeinsam entgegenwirken können. Im Kampf gegen die Krise müssen wir unsere Kräfte bündeln und enger zusammenrücken. Die Kraft und das Durchhaltevermögen der Unternehmer in Europa haben mich sehr beeindruckt und die EIT Initiative zur Krisenreaktion wird dafür sorgen, dass ihnen in diesen kritischen Zeiten die nötige finanzielle Unterstützung zukommt.“

Dr. Jan van den Berg, Vorstandsvorsitzender, EIT

EIT Health: Aktivierung des europaweiten Netzwerks aus Gesundheitsexperten 

Im Rahmen verschiedener Maßnahmen aktiviert EIT Health seit Wochen sein Netzwerk und bringt Partner mit passenden Lösungsangeboten im Kampf gegen die Corona-Pandemie zusammen. Auf der „Make Connections“ Plattform können Gesuche und Angebote geschaltet und europaweit abgerufen werden. So werden bereitgestellte Technologien, Materialien und Fachpersonal einer breiten Gemeinschaft zugänglich gemacht. 

Die im März gestartete „Rapid Response“ Initiative konnte bereits eine Reihe von Soforthilfe-Projekten generieren, die unmittelbar umgesetzt werden können. Insgesamt 14 Projekte, darunter drei deutsche Initiativen, wurden mit einer Fördersumme in Höhe von über sechs Millionen Euro unterstützt. Zu den ausgewählten Projekten gehören Lösungen für die klinische Triage, die Entwicklung von Immunitätstests und die Herstellung persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für den Krankenhausbedarf.

 

Weiterhin konnten bis Mitte April im Rahmen des EIT Health Startup Programms „Headstart“ Förderanträge für Projekte eingereicht werden, die zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen. Die Lösungen sind ausschließlich digital, teilweise KI-basiert und sollen beispielsweise Patienten bei der Erkennung von Symptomen oder dem Umgang mit chronischen Krankheiten sowie Krankenhäuser bei Verwaltungsprozessen unterstützen. Derzeit befindet sich das zuständige Gremium noch im Prüfprozess –  die ausgewählten Projekte, die jeweils eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro erhalten, werden in Kürze über die Webseite von EIT Health Germany bekannt gegeben. 

Mit dem „Startup Rescue Instrument“ wurde in der letzten Woche eine weitere Initiative gestartet, die sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen richtet. EIT Health wird hier gezielt bei der Überwindung von Finanzierungsengpässen unterstützen und fördert ausgewählte Unternehmen mit bis zu 500.000 Euro. Bewerbungen können noch bis 1. Juni eingereicht werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

 

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Über EIT Health Germany

Das European Institute of Innovation & Technology (EIT) ist eine unabhängige Einrichtung der Europäischen Union, die 2008 gegründet wurde, um Innovation und Unternehmertum in ganz Europa zu fördern. Seit 2014 ist die Netzwerk-Initiative auch im Bereich Gesundheit in Europa aktiv. EIT Health arbeitet zurzeit mit rund 150 Partnern aus 14 Ländern in einem „Public-Private-Partnership“ an den Lösungen der großen Herausforderung in Gesundheitswesen unserer Zeit. Führende Unternehmen, öffentliche Institutionen sowie renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen entwickeln gemeinsam mit Start-ups und KMUs in innovativen Programmen und Projekten neue Produkte und Dienstleistungen, die eine nachhaltige Gesundheitsökonomie in Europa fördern. Ziel ist es, die starke Polarität der verschiedenen Gesundheitssysteme in Europa zu überwinden, um etablierten und auch jungen digitalen Unternehmen neue Ressourcen zu eröffnen und ihre Ideen in gemeinsamen Produkten und Dienstleistungen für den europäischen Markt zu realisieren.

EIT Health Germany ist eines von insgesamt sechs EIT Health-Zentren in Europa und betreut in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurzeit 36 Partner aus Industrie, Forschung und Lehre, u.a. ROCHE, Abbvie, das Karlsruhe Institute of Technology (KIT), die Universität Heidelberg, aber auch Start-ups und KMUs bei der Entwicklung von bahnbrechenden Innovationen im Gesundheitswesen.